KREIS GROSS-GERAU – Acht würdige Preisträger und Preisträgerinnen sind beim Come Together 2019 des Kreises Groß-Gerau für ihr Engagement für Demokratie und Menschenrechte ausgezeichnet worden. Die acht Namen bedeuteten allerdings deutlich mehr Menschen, weil auch Gruppen geehrt wurden, sodass die Bühne im Georg-Büchner-Saal des Groß-Gerauer Landratsamts an diesem Abend mehrfach voll besetzt war – so wie der Saal insgesamt, den die Band „Oriental Jazz Quintett“ als musikalischer Rahmen der Veranstaltung bestens unterhielt. Im Rampenlicht aber standen vor allem sie, für die der rote Teppich ausgerollt war: die Kita Thomas-Mann-Platz aus Riedstadt-Erfelden mit ihren Kinderkonferenzen, die Omas gegen Rechts aus Mörfelden-Walldorf, der TV 1898 Gustavsburg, Esma Azap aus Rüsselsheim, Falk Fleischer aus Mörfelden-Walldorf, Hans Jürgen Jansen aus Ginsheim-Gustavsburg, Erich Schick aus Raunheim und Roza Söylemez aus Rüsselsheim.

In kurzen Filmen, die jeweils zu Beginn der Preisübergabe eingespielt wurden, erfuhr das Publikum, wer die jeweilige Come-TogetherAuszeichnung – die es in vier Kategorien gibt – erhält und vor allem warum. Landrat Thomas Will sowie Sedef Yıldız und Nilüfer Kuş vom Büro für Integration des Kreises Groß-Gerau übergaben Pokale, Urkunden und Geschenke, darunter jeweils ein Bäumchen als Symbol für die Demokratie, die wachsen und Wurzeln schlagen soll. „In Zeiten, in denen es immer öfter zu verbaler und körperlicher Gewalt kommt, immer mehr Ausgrenzung in unserer Gesellschaft gibt, sind wir aktueller denn je mit unserem Preis für Demokratie und Menschenrechte“, sagte der Landrat zu Beginn. Das außerordentliche Engagement der Geehrten sei beeindruckend. „Vor allem beeindruckt es mich, dass wir heute alle Generationen hier vertreten haben. Gutes Zusammenleben kennt kein Alter“, stellte Thomas Will fest. Zuerst durften die Kinder der Kita Thomas-Mann-Platz mit ihrer Begleitung auf die Bühne. Sie waren vom Kulturbüroleiter der Stadt Riedstadt vorgeschlagen worden, weil sie regelmäßig Kinderkonferenzen abhalten. Dabei besprechen sie gemeinsam zum Beispiel die Verwendung eines Preisgelds, klären, ob es Eis zum Frühstück geben darf oder wo ein Vogelhäuschen aufgestellt werden könnte, wie Jan stellvertretend für die Kinder erklärte. Das Konzept der seit vielen Jahren praktizierten Kinderkonferenz entstand aus der Grundhaltung, dass Kinder Rechte haben, zu Selbständigkeit erzogen werden und ihre Beteiligungsmöglichkeiten kennenlernen sollten. Für respektvolles Zusammenleben und gegen Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit setzen sich die Omas (und Opas) gegen Rechts ein. Elf von ihnen nahmen den Preis aus den Händen des Landrats entgegen. Dr. med. Ingeborg Lickteig dankte: „Der Preis macht Mut und gibt Kraft, weiterzumachen.“ Die Gruppe hat nach ihren Angaben Unterstützung von rund 200 Menschen. 25 bis 30 von ihnen gehen regelmäßig zum Beispiel auf Wochenmärkte und zeigen Gesicht, informieren und kommen mit anderen ins Gespräch. Der TV Gustavsburg e.V. wurde für sein breites Sportangebot ausgezeichnet, da der Verein ermöglicht, Begegnungsräume für alle Menschen – mit ihren je eigenen Biografien unabhängig von Alter, Religion oder Herkunft – zu schaffen. Der Verein bringt Menschen zusammen, die sich für Sport und Bewegung begeistern, und leistet einen großen Beitrag zum Abbau von Vorurteilen, setzt sich gegen Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit ein. Außerdem fördert er durch sein ehrenamtliches Engagement das respektvolle Zusammenleben in der Gemeinschaft. „Demokratie ist für alle da, Sport ist für alle da. Wir wollen alle mitnehmen“, lautet das Credo des Vereins. Für ihr hohes Maß an Hilfsbereitschaft und Einsatz in sechs verschiedenen Vereinen und Verbänden und ihren besonderen Einsatz für Frauen mit Migrationshintergrund wurde Esma Azap ausgezeichnet, die selbst vor gut 50 Jahren als Mädchen nach Rüsselsheim gekommen war. Auch als Ehrenbeamtin in der Frauenkammer der Stadt sowie als Jurymitglied des Integrationspreises Rüsselsheim engagiert sie sich bis heute. Falk Fleischer erhielt den Preis für sein überaus großes Engagement für die LSBTTIQ*- Gemeinschaft in Mörfelden-Walldorf, wo er maßgeblich bei der Einrichtung der Kontakt- und Beratungsstelle Querbeet mitgewirkt hat und dort ehrenamtliche Beratung anbietet. „Auch in einer Stadt wie Mörfelden-Walldorf ist eine solche Beratungs-, Integrations- und Kontaktstelle immer noch nötig“, sagte Falk Fleischer, der sich bei allen bedankte, die ihn unterstützen. Hans Jürgen Jansen hat als Buchhändler und Kulturschaffender das kulturelle Leben in Rüsselsheim und Ginsheim-Gustavsburg über viele Jahre geprägt. Er organisierte Lesungen, Ausstellungen, politische Diskussionen oder Buchvorstellungen, brachte Menschen zusammen und förderte so den Abbau von Vorurteilen. In der Begründung für die Ehrung Jansens hieß es: „Sein Engagement geht über die Grenzen der Region und der Kontinente hinaus.“ In seinen Dankesworten zitierte er die Worte, die auch auf einer Tafel an seinem Haus zu lesen sind. In dem Text heißt es unter anderem: „Ich will auch an diesem Tag allen Menschen mit Achtung und Respekt begegnen und ihnen gegenüber auch so handeln!“ Das „Raunheimer Original“ Erich Schick, wie es Bürgermeister Thomas Jühe beschrieb, verbindet das alte Raunheim mit der Zukunft. Er engagiert sich über den Verein „Experiment e.V.“ außerordentlich für die Förderung des internationalen Austauschs in seinem Heimatort. Er beherbergt seit 2011 immer wieder Studenten aus aller Welt bei sich – sei es aus Brasilien, China, Bolivien, Taiwan oder Kamerun – und trug so zum kulturellen Austausch bei. „Im kleinen Raunheim hat die ganze Welt Platz“, heißt es daher in der Laudatio. Roza Söylemez zeigt bemerkenswertes soziales Engagement in der Stadtbücherei von Rüsselsheim. Sie hilft, benachteiligte Kinder und Jugendliche ans Lesen heranzuführen und ihr Interesse an Büchern zu wecken. Seit fünf Jahren arbeitet sie im Lese-Club im Rahmen des Projekts „Kultur macht stark“ mit. Auch sie dankte für die Unterstützung, die sie ihrerseits erhält, und sagte passende Abschlussworte: „Mit kleinen, bescheidenen Schritten für demokratische Werte einzutreten – und dafür noch geehrt zu werden: Das ist das doppelte Glück.“ Pressestelle Kreisverwaltung Groß-Gerau Der Kreisausschuss des Kreises Groß-Gerau Wilhelm-Seipp-Str. 4 64521 Groß-Gerau

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Yogakurs für Anfänger und Wiedereinsteiger

Der Hatha-Yogakurs möchte neben dem Aufbau
und dem Dehnen von Muskulatur die Fokussierung, Konzentration und Achtsamkeit schulen und zur
Entspannung beitragen.
Kurs 1: 22.08.2019 - 14.11.2019
weitere Kurse werden hier rechtzeitig angekündigt
Die Kurse finden jeweils in der Zeit von 18.50 bis 20.05 Uhr in der Gymnastikhalle der Gustav-
Brunner-Schule.

>>INFOS<<

NEU: JUMPING

Jumping ist ein dynamisches Fitness-Training auf speziellen Trampolinen – und von Donnerstag, 05. September, an im Kursangebot des TV Gustavsburg. Einen ersten Eindruck ermöglichen die Schnupperabende im September (jeweils donnerstags um 20.15 im Gymnastikraum der Gustav-Brunner-Halle. Am 10. Oktober startet dann ein zehnwöchiger Kurs mit festem Teilnehmerkreis. Da die Platzzahl begrenzt ist, bittet Trainerin (Jumping Coach) Nina Höhn um Anmeldung unter +49 177 2776094.

Das Ehrenamt im Lebenslauf - einfach mitmachen!

Wer sich im TVG engagiert tut nicht nur was für andere!

Durch das Mitwirken im Vereinsleben, auch neben den sportlichen Aktivitäten, entwickelt ihr stetig eure Soft Skills weiter, was euch im Bewerbungsverfahren einen Vorteil bringen kann.

Wichtige Kompetenzen die bei uns vermittelt werden:

  • Teamfähigkeit
  • Belastbarkeit
  • Engagement
  • Eigenverantwortung
  • Zeitmanagement
  • und vieles mehr!

Wenn Ihr wissen wollt, was ihr im TVG noch alles machen könnt, sprecht uns einfach an!

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