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Trendsport – In Gustavsburg probieren sich zwölf Jugendliche stundenlang aus – Ganz ohne Schrammen geht das nicht ab

Wer im Leben große Sprünge machen möchte, der fängt am besten mit „Parkour“ an, eine noch recht junge „Sportart“ aus Frankreich. Der Turnverein Gustavsburg hatte am Samstag zu einem Workshop in die Gustav-Brunner-Schule eingeladen.
 

Zu dem vierstündigen Event hatten sich zwölf Kinder und Jugendliche angemeldet – und diese zeigten sich vollauf begeistert. Von einer Sportart im eigentlichen Sinne könne man da nicht sprechen, sagte Torsten Dietel vom Freizeit-, Kultur- und Sportverein (FKS) Willigis aus Mainz. Gemeinsam mit einem fünfköpfigen Team leitete er den Workshop.

 
„Eine Philosophie, eine Kunst, ein Weg“

Parkour sei für ihn eine Philosophie, eine Kunst, ein Weg, sagte Dietel. Der FKS hat in Mainz eine eigene Parkour-Abteilung, die nicht nur in der Halle, sondern auch im freien Gelände dem Sport nachgeht. Da geht es schon mal hoch zur Zitadelle, an den Bahnhof oder auch ans Rheinufer. Das genau sei ja auch der Inhalt von Parkour: sich möglichst effizient in einer urbanen Umgebung von A nach B bewegen, ohne Hindernissen auszuweichen. Vielmehr müssen diese dann überwunden werden.

Die Gustavsburger allerdings mussten sich zunächst erst einmal mit den Basics vertraut machen. Dietel und sein Team hatten aus völlig normalen Turngeräten Hindernisse aufgebaut, die es zu meistern galt. „Präzi“ etwa steht für Präzisionssprung, in diesem Fall von einem Kasten zu einem anderen. „Vaults“ sind Sprünge über ein Hindernis – es kostet viel Mut und ganz schön viel Überwindung, einen sogenannten „Durchbruch“ zu wagen. In der Realität ist das ein Sprung durch ein Loch oder durch eine Öffnung. In der Turnhalle nachgestellt wird dies mit einem Barren und einer Hochsprunglatte, durch die man möglichst ohne Schrammen hindurch springen musste.

 

Einige Eltern, die die Übungen verfolgten, schauten manchmal lieber weg. Denn ganz ohne Blessuren ging es bei manchem nicht ab, doch aufgeben wollte und musste natürlich auch keiner. „Es ist unglaublich beeindruckend“, sagte eine Mutter, „wie sich die Bewegungsabläufe der Kinder verändert haben und wie elegant und geschickt man ein Hindernis hinter sich lassen kann“.

Für die Initiatorinnen Gudrun Brinker, die die Leichtathleten trainiert, und Neslihan Kir, „Herrin“ über die Turniermädchen, war das „Parkouring“ ein Erfolg. Sie wollen es demnächst wieder organisieren.

Parkour: Lieber mittendurch als dran vorbei (veröffentlicht am 28.04.2015 11:02 auf echo-online.de)

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